Die größten Festivals in den Niederlanden: 9 Events, die sich lohnen
Die größten Festivals der Niederlande, von Lowlands und Pinkpop bis ADE und Oerol: wann und wo sie laufen, was Sie erwartet und wie Acts gebucht werden.

Griechenland feiert draußen. Zwischen Juni und September füllen sich antike Theater, Stadtplätze und Strände mit Tragödie, Rock, Tanz, Jazz und elektronischer Musik, während die Winter- und Frühjahrsmonate den Karnevalsumzügen und der orthodoxen Karwoche gehören. Dieser Guide stellt die zwölf bekanntesten Festivals Griechenlands vor – mit Ort und Zeit, mit dem, was Sie erwartet, und mit einem praktischen Tipp zu jedem.
Kaum ein Land hat ältere Festivaladressen als Griechenland. In den 1950er-Jahren wurden die antiken Theater von Epidauros und Philippi wieder bespielt, und an Sommerabenden füllen sich beide noch immer für Tragödien und Komödien, die vor rund zweieinhalbtausend Jahren geschrieben wurden. Die Aufführungen beginnen nach Sonnenuntergang, wenn der Stein abgekühlt ist, und die Akustik eines offenen Theaters erledigt die Arbeit, für die anderswo eine Beschallungsanlage nötig ist. Um diesen Kern herum hat das Land eine Saison aufgebaut, die inzwischen jedes Genre abdeckt.
Die moderne Festivalszene ist jünger. Rockwave bringt seit 1996 internationalen Rock und Metal nach Attika und ist in einem Park nördlich von Athen heimisch geworden; Release Athens prägt seit 2016 den Sommer der Hauptstadt; und in Thessaloniki ist Reworks seit 2005 die Referenz für elektronische Musik. Daneben stehen Festivals für Film, Tanz und Jazz, viele davon getragen von Städten, Stadttheatern und Kulturorganisationen statt von Veranstaltern – was sowohl die Programme als auch das Publikum prägt.
Die andere Hälfte des Kalenders hat nichts mit Festivalbändchen zu tun. Apokries, die Wochen vor der orthodoxen Fastenzeit, bringt die Karnevalsumzüge von Patras und Xanthi; die Karwoche füllt Korfu mit Philharmonien und zerbrochenem Tongeschirr; und ab Juni feiern die Dörfer ihr Panigiri am Namenstag der örtlichen Kirche, die meisten davon am 15. August. Für Besucher sind die Regeln einfach: Planen Sie mit Abenden statt mit Nachmittagen, buchen Sie Überfahrten und Zimmer früh, und rechnen Sie damit, dass die Musik spät beginnt.
Das Athens Epidaurus Festival gehört seit 1955 zum griechischen Sommer und ist das Rückgrat des Kulturjahres im Land. Sein Programm reicht von antiker Tragödie und Komödie über zeitgenössisches Theater und Tanz bis zu klassischen Konzerten und Musik, mit griechischen Ensembles und Regisseuren neben internationalen, und es erstreckt sich über rund drei Monate. Für einen großen Teil des Athener Publikums misst sich der Sommer in Festivalabenden, und Inszenierungen der griechischen Klassiker werden hier so aufmerksam verfolgt wie jede Premiere.
Die bekannteste Bühne ist das antike Theater von Epidauros in der Argolis auf dem Peloponnes, berühmt für eine Akustik, die eine Stimme ohne Verstärkung von der Orchestra bis in die oberste Reihe trägt. In Athen bespielt das Festival mehrere Orte, darunter die Industriehallen des Komplexes Peiraios 260, während sein Mittelpunkt in der Stadt jahrzehntelang das römische Odeon des Herodes Atticus am Hang unterhalb der Akropolis war.
Tipp: Das Theater von Epidauros liegt weit von jedem Bahnhof entfernt – klären Sie die Anfahrt aus Athen oder Nafplio schon bei der Buchung, und nehmen Sie ein Kissen mit: Die Sitzreihen sind antiker Stein.
Release Athens startete 2016 und ist zur sommerlichen Konzertreihe der griechischen Hauptstadt geworden. Es ist kein durchgehendes Wochenende, sondern eine Folge einzelner Konzerttage im Juni und Juli, jeder mit eigenem Headliner und eigenem Publikum: ein Metal-Abend, ein Indie-Abend, ein Elektro-Abend, eine Veteranenband, auf die die halbe Stadt jahrelang gewartet hat. Dieses Format ist der Grund, warum das Festival so viel abdeckt, ohne je nach Kompromiss auszusehen.
Fast alles findet auf der Plateia Nerou statt, einem offenen Gelände am Küstenstreifen von Faliro südlich des Zentrums, in Sichtweite des Meeres und mit der Straßenbahn erreichbar. Es gibt keinen Campingplatz und kein Festivaldorf: Man kommt am späten Nachmittag an, die Sonne geht hinter der Bühne unter, und danach verteilt sich das Publikum in der Stadt. Griechische Acts eröffnen die meisten Abende vor dem internationalen Headliner.
Tipp: Jeder Termin wird einzeln verkauft – prüfen Sie vor dem Kauf, welcher Tag zu Ihrem Geschmack passt, und nehmen Sie die Straßenbahn bis Delta Falirou und das letzte Stück zu Fuß: Parkplätze in der Nähe sind knapp, wenn ein großer Name spielt.
Rockwave ist der Veteran unter den griechischen Musikfestivals. Es begann 1996, wechselte in den ersten Jahren zwischen Stränden, Häfen und Stadien und ist seither die Referenz des Landes für Rock und Metal – mit den tourenden Größen beider Genres ebenso wie mit alternativen und Pop-Namen. Für eine Generation griechischer Fans war es der erste Ort, an dem sie eine internationale Band sahen, und seine Jubiläen werden in der Presse verfolgt wie die einer Institution.
Seit 2004 ist der Terra Vibe Park bei Malakasa seine Heimat, ein von Pinien bestandenes Gelände in den Hügeln nördlich von Athen, mit einer großen Hauptbühne und einer kleineren daneben. Die Tage sind lang und heiß, das Programm beginnt meist am Nachmittag, und der Headliner spielt deutlich nach Einbruch der Dunkelheit. Das Publikum mischt Athener, die für den Abend hinausfahren, mit Fans aus dem ganzen Land.
Tipp: Das Gelände liegt weit außerhalb der Stadt – prüfen Sie die Shuttlebusse des Festivals ab dem Athener Zentrum, bevor Sie andere Reisepläne machen, und nehmen Sie für die Nachmittagsslots Hut und Wasser mit.
Reworks ist seit 2005 der Maßstab für elektronische Musik in Griechenland. Es findet jeden September in Thessaloniki statt, läuft über mehrere Tage und verbindet Clubnächte mit Live-Elektronik, audiovisuellen Projekten und Gesprächen, mit internationalen DJs und Produzenten neben griechischen Künstlern. Sein Ruf gründet auf der Kuratierung, nicht auf der Größe: Ein großer Teil der Entwicklung der Clubkultur in Nordgriechenland wird dem Festival zugeschrieben, und sein Publikum folgt dem Programm und nicht dem Headliner.
Es findet nicht auf einer Wiese statt, sondern in der ganzen Stadt, in Spielstätten im Zentrum und am Hafen, darunter die umgebauten Gebäude des alten Schlachthofs von Thessaloniki. Ein eigener Strang, Reworks Agora, bringt zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr Vorträge und Debatten über die Zukunft der Clubkultur in die Stadt. Der September ist in Thessaloniki noch warm, und das Festival geht wie selbstverständlich in das Barleben der Innenstadt über.
Tipp: Die Nächte dauern sehr lange, und die Spielstätten liegen zu Fuß beieinander – nehmen Sie ein Zimmer im Zentrum und betrachten Sie den Nachmittag als Erholung statt als Sightseeing.
1960 gegründet, ist das Internationale Filmfestival Thessaloniki das wichtigste Filmereignis Griechenlands und eines der ältesten in Südosteuropa. Jeden November füllt es die Stadt mit internationalen Wettbewerbsfilmen, griechischen Premieren, Retrospektiven, Hommagen und Masterclasses, mit einem seit Langem gepflegten Schwerpunkt auf ersten und zweiten Filmen von Regisseurinnen und Regisseuren am Anfang ihrer Laufbahn. Die Atmosphäre ist bekannt informell: Filmschaffende, Kritiker und Publikum landen danach in denselben Bars.
Sein Zuhause ist das Olympion, das denkmalgeschützte Kino am Aristotelous-Platz, zusammen mit umgebauten Lagerhäusern an der Hafenkante, die dem Festival ein zweites Zentrum wenige Gehminuten von der Promenade geben. Dieselbe Organisation veranstaltet jeden März das Dokumentarfilmfestival Thessaloniki, sodass die Stadt zwei Filmwochen im Jahr hat, an den entgegengesetzten Enden des Kalenders.
Tipp: Die Vorführungen laufen von mittags bis spätabends an zwei Spielstättenclustern; ein Festivalpass lohnt sich ab mehr als ein paar Filmen, und die Abendpremieren sollten Sie früh buchen.
Das antike Drama kehrte 1957 in das Theater von Philippi zurück, und das Festival, das aus jenem Abend erwuchs, gehört zu den ältesten Griechenlands. Heute vom kommunalen Regionaltheater Kavala programmiert, läuft es den Sommer über mit Tragödie und Komödie, zeitgenössischem Theater, Konzerten, Tanz und ortsspezifischen Arbeiten, auf Griechisch und gelegentlich in anderen Sprachen mit Übertiteln. Es ist das Festival einer Region und nicht einer Hauptstadt, und das Publikum vor Ort behandelt es als das seine.
Das Theater selbst steht innerhalb der archäologischen Stätte von Philippi, nahe dem Dorf Krinides, eine kurze Fahrt landeinwärts von Kavala. Die Stadt wurde im vierten Jahrhundert v. Chr. gegründet, und die Stätte steht seit 2016 auf der UNESCO-Welterbeliste – die Pause verbringt man also zwischen römischen Ruinen und frühchristlichen Basiliken. Die Aufführungen beginnen am Abend, wenn die Hitze der makedonischen Ebene nachgelassen hat.
Tipp: Nach einer Vorstellung gibt es kaum öffentliche Verkehrsmittel zur Stätte – organisieren Sie ein Auto oder ein Taxi ab Kavala, und kommen Sie früh genug, um die Ruinen im tiefen Abendlicht zu sehen.
Seit 1995 ist Kalamata die Adresse für zeitgenössischen Tanz in Griechenland. Zehn Tage lang empfängt die Stadt im südlichen Peloponnes im Juli internationale Kompanien und Choreografen neben griechischen Kunstschaffenden, mit Premieren, Soli, großen Ensemblestücken und Arbeiten, die sonst kaum irgendwo im Land zu sehen wären. Rund um die Vorstellungen laufen Workshops, Gespräche und offene Trainings – deshalb planen so viele griechische Tänzerinnen, Tänzer und Studierende ihren Sommer danach.
Das Festival ist in die Stadt hineingebaut und nicht neben sie gestellt: Die Vorstellungen finden im eigens errichteten Tanzzentrum statt, im alten Eisenbahnpark, in der Burg sowie auf Plätzen und unter freiem Himmel rund um Kalamata, und ein Teil davon ist kostenlos zu sehen. Das Meer ist zehn Minuten entfernt, ein Festivaltag kann also am Strand beginnen und mit einer Premiere enden.
Tipp: Schauen Sie im Programm nach den Open-Air-Vorstellungen und den kostenlosen Terminen, bevor Sie für alles Karten kaufen, und buchen Sie ein Zimmer früh: Der Juli ist Hochsaison an der messenischen Küste.
Der Karneval von Patras ist der bekannteste Karneval Griechenlands und mit Abstand das größte Ereignis im Jahr der Stadt. Er beginnt am 17. Januar und dauert bis zum Reinen Montag, dem Beginn der orthodoxen Fastenzeit, sodass sich die Termine mit dem orthodoxen Osterfest verschieben. Diese Wochen sind gefüllt mit Bällen, einer Schatzsuche durch die ganze Stadt, einem Kinderkarneval und Nachbarschaftsfesten, und Tausende machen in organisierten Gruppen mit, die monatelang proben und ihre Kostüme nähen.
Eine Tradition gehört allein Patras: die Bourboulia, ein Maskenball mit Wurzeln im neunzehnten Jahrhundert, bei dem Frauen in schwarzem Domino und Maske erscheinen, anonym bleiben und ihre Partner selbst wählen. Das letzte Wochenende bringt am Samstag den nächtlichen Umzug der Karnevalsgruppen und am Sonntag die Parade der Wagen, und die Feier endet mit dem rituellen Verbrennen des Karnevalskönigs auf der Mole im Hafen.
Tipp: Das Abschlusswochenende füllt jedes Hotel in Patras und in den Orten ringsum – buchen Sie Monate im Voraus und suchen Sie sich einen Platz entlang der Strecke statt am Beginn des Umzugs.
Die Karwoche auf Korfu gehört zu den eindrucksvollsten Osterfeiern Griechenlands und ist das große Jahresereignis der Insel. Ihr Klang ist Blech: Die Philharmonischen Gesellschaften der Insel, eine Tradition, die bis ins neunzehnte Jahrhundert zurückreicht, spielen die ganze Woche, mit feierlichen Trauermärschen am Karfreitag, wenn die Epitaphios-Prozessionen durch die Altstadt ziehen. Besucher kommen vom Festland und aus dem Ausland für eine Woche, in der die ganze Stadt auf der Straße ist, vom Morgen bis lange nach Einbruch der Dunkelheit.
Der Moment, auf den alle warten, ist die Erste Auferstehung am Karsamstagvormittag, wenn große Tonkrüge voll Wasser von den Balkonen der Altstadt geworfen werden und auf dem Pflaster darunter zerspringen – ein Brauch, der meist auf die venezianische Zeit zurückgeführt wird. Es geschieht gegen elf, mit spielenden Kapellen und einem Publikum, das sich auf der Spianada und in den umliegenden Gassen drängt; die Feier geht in der Nacht und über den Ostersonntag weiter.
Tipp: Seien Sie am Karsamstag deutlich vor elf auf der Spianada, halten Sie Abstand von den Balkonen und tragen Sie Schuhe, die etwas abbekommen dürfen: Die Straße ist danach voller Tonscherben.
Das Matala Beach Festival begann 2011 als Hommage an die Hippies, die in den 1960er- und 1970er-Jahren in den Felsenhöhlen dieses Dorfes an der Südküste Kretas lebten. Daraus ist ein kostenloses Open-Air-Festival mit Livemusik über mehrere Tage geworden, mit griechischen und internationalen Bands, Kunst und Workshops am und rund um den Strand. Das Publikum ist so gemischt wie das Programm: Familien aus den umliegenden Dörfern, kretische Stammgäste, Reisende und eine ganze Reihe wiederkehrender Veteranen.
Die Kulisse erledigt das meiste. Die Bühne steht im Sand einer kleinen Bucht, die von einer Sandsteinwand voller ausgehauener Höhlen abgeschlossen wird – selbst eine archäologische Stätte –, und die Konzerte laufen in die Nacht hinein, das Meer wenige Meter entfernt. Das Dorf selbst ist winzig, eine einzige Straße mit Tavernen und Zimmern, und es wird für die Dauer vollständig eingenommen.
Tipp: Der Eintritt ist frei, Betten sind es nicht: Buchen Sie rechtzeitig ein Zimmer in Matala, Pitsidia oder Kalamaki, oder planen Sie die Rückfahrt über die Berge nach Heraklion, rund siebzig Kilometer entfernt.
Das Sani Festival begann Anfang der 1990er-Jahre als Jazzfestival auf der Halbinsel Kassandra in Chalkidiki und hat den Jazz im Kern behalten, während es sich für Pop, Rock, klassische Musik und die großen Namen des griechischen Liedes geöffnet hat. Die Konzerte verteilen sich über mehrere Wochen des Hochsommers, statt sich in einem einzigen Wochenende zu drängen – das gibt jedem Abend das Gefühl eines Ereignisses und nicht eines Termins im Raster. Es ist zu einem der festen Sommertermine im Norden des Landes geworden.
Die Hauptbühne steht auf dem Sani Hill, einer flachen Anhöhe neben einem byzantinischen Wachturm, mit der Ägäis darunter und dem Sonnenuntergang hinter den Musikern. Das Publikum mischt Urlauber aus den umliegenden Resorts und Stränden mit Menschen, die für den Abend aus Thessaloniki herunterfahren, und das Programm ist bewusst breit genug, um beide zu halten.
Tipp: Die Konzerte beginnen nach Sonnenuntergang, und der Hügel liegt offen zum Seewind – nehmen Sie etwas Warmes für später mit und kommen Sie früh, wegen des Blicks über den Golf, bevor die Lichter ausgehen.
Der Karneval von Xanthi wird seit 1966 gefeiert und ist das große Fest des griechischen Nordens. Offiziell ist er Teil der Thrakischen Folklorefeste, und genau diese Verbindung macht ihn ungewöhnlich: Wochen mit Konzerten, Tanzabenden, Ausstellungen, Straßenspielen und Nachbarschaftsfesten laufen neben Folkloregruppen aus den Dörfern Thrakiens und aus dem Ausland – in einer Stadt, in der griechische, pomakische und Roma-Traditionen seit Generationen nebeneinander leben.
Vieles davon spielt sich in der Altstadt ab, einem Hang mit Herrenhäusern aus osmanischer Zeit, klassizistischen Häusern und Tabaklagern aus dem neunzehnten Jahrhundert. Das Programm läuft auf einen großen Umzug mit Wagen und kostümierten Gruppen durch die Stadt zu, und es endet mit dem Verbrennen des Tzaros, einer Puppe, die am letzten Abend vor dem Reinen Montag angezündet wird – ein Feuerritus, den Flüchtlinge aus Ostthrakien in die Region brachten.
Tipp: Der Umzugstag ist bei Weitem der vollste; wer die traditionelle Seite des Karnevals sucht, kommt zu einem der Folkloreabende früher im Programm, wenn die Altstadt am schönsten ist.
Die großen griechischen Festivals werden von einer kleinen Zahl von Veranstaltern und von den eigenen künstlerischen Leitungen der Festivals zusammengestellt, die internationale Namen im Winter bestätigen und die griechischen Slots im Frühjahr füllen. Für die meisten Acts führt der Weg hinein anderswo entlang: Kommunale Kulturorganisationen und Regionaltheater bespielen in fast jeder Stadt ein Sommerprogramm, Hotels und Resorts buchen von Juni bis September Livemusik, und örtliche Vereine organisieren die Panigiria, die Karnevalsabende und die Stadtfeste. Diese Booker arbeiten lokal und suchen online – und ein EuroActs-Profil mit Video, Kategorie, Ort und Einsatzgebiet ist das, was sie finden.
Wer Stadtfeste, kommunale Sommerprogramme, Strandveranstaltungen oder Karnevalsabende organisiert, steht meist vor der Frage, wie sich schnell ein verlässlicher Act finden lässt, ohne eine lange Kette von Zwischenhändlern. Auf EuroActs stehen Künstler und Locations aus achtzehn Ländern mit Kategorie, Ort und Einsatzgebiet, und Veranstalter nehmen direkt Kontakt auf – ohne Provision und ohne jemanden dazwischen. Das Budget bleibt, wo es hingehört: auf der Bühne.
Das hängt davon ab, was man misst. Das Athens Epidaurus Festival ist die größte Kulturinstitution: Es programmiert über drei Monate Dutzende Produktionen, in Epidauros und auf einer Reihe von Bühnen in Athen. Unter den Musikfestivals haben Release Athens und Rockwave die größten Bühnen und die bekanntesten internationalen Namen. Der Karneval von Patras nimmt wochenlang eine ganze Stadt ein, aber Straßenfeste sind nicht ticketpflichtig und niemand zählt sie – ein direkter Vergleich ist deshalb nicht möglich.
Die Hauptsaison läuft von Juni bis September. Juni und Juli bringen Rockwave und Release Athens, der Juli das Tanzfestival von Kalamata und den Beginn von Philippi und Sani, der August das antike Drama in Epidauros und Philippi sowie die Panigiria der Dörfer, und der September Reworks in Thessaloniki. Herbst und Winter gehören dem Dimitria-Festival in Thessaloniki im Oktober und dem Filmfestival im November, während der Karneval die Wochen vor der orthodoxen Fastenzeit füllt.
Ja, und mehrere der bekanntesten kosten nichts. Das Matala Beach Festival auf Kreta ist kostenlos, und das Athens Technopolis Jazz Festival wird seit 2001 kostenfrei auf dem alten Gaswerksgelände in Gazi veranstaltet. Die Karnevalsumzüge in Patras und Xanthi und die Osterfeiern auf Korfu stehen allen offen, ebenso jedes Panigiri im Dorf, bei dem Musik und Tanz von der Gemeinschaft selbst bezahlt werden.
Reworks in Thessaloniki ist die Referenz: seit 2005 ein Festival für elektronische Musik, jeden September an Spielstätten in der ganzen Stadt, mit einem eigenen Strang von Gesprächen über Clubkultur. In Athen programmiert Plisskën elektronische, Indie- und experimentelle Acts, und Release Athens gibt mehrere seiner Termine an elektronische Headliner. Außerhalb des Festivalkalenders lebt ein großer Teil der Szene in Open-Air-Locations rund um Athen und in sommerlichen Clubnächten auf den Inseln.
Die großen Festivals werden von Veranstaltern und hauseigenen Programmverantwortlichen gebucht, die Acts mit Erfolgsbilanz suchen: gutes Live-Video, ein klares Einsatzgebiet und eine realistische Gage. Für die meisten Acts sind die ersten echten Bühnen kommunale Sommerprogramme, Stadt- und Dorffeste, Veranstaltungen von Hotels und Resorts und Karnevalsabende – und die werden von Gemeinden, Kulturvereinen und Locations gebucht, die online suchen. Ein EuroActs-Profil auf Griechisch und in vierzehn weiteren Sprachen macht einen Act für genau diese Veranstalter auffindbar.
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