Die bekanntesten Festivals in Frankreich: 11 Events, die sich lohnen
Von Avignon und den Vieilles Charrues bis Hellfest und Jazz à Vienne: die 11 bekanntesten Festivals in Frankreich – mit Ort, Monat, Genre und Tipp.

Deutschland hat für fast jeden Geschmack ein Festival: Metal in einem Dorf in Schleswig-Holstein, Techno auf einem ehemaligen Flugplatz, Wagner auf einem Hügel in Franken und Blasmusik unter dem Dach eines Bierzelts. Dieser Guide stellt die zehn bekanntesten Festivals in Deutschland vor – mit Stadt, Monat, Genre und einem praktischen Tipp zu jedem.
Die Festivalkultur in Deutschland ruht auf zwei Traditionen, die sich selten begegnen, aber friedlich nebeneinander bestehen. Die eine ist das Volksfest, die örtliche Kirmes mit Bierzelten, Fahrgeschäften und Live-Bands, die fast jede Stadt mindestens einmal im Jahr veranstaltet und deren berühmteste Ausprägung das Münchner Oktoberfest ist. Die andere ist das Open-Air-Musikfestival, das auf Rennstrecken, Speedway-Ovalen und stillgelegten Flugplätzen groß geworden ist – und bei dem drei oder vier Tage Camping einfach dazugehören.
Der Kalender folgt dem Wetter. Die großen Camping-Festivals ballen sich zwischen Anfang Juni und Mitte August, während die Städte im späten Frühjahr und im September mit Straßenfesten, Jazz-Wochenenden und Showcase-Events übernehmen. Weil Deutschland ein föderales Land ist, gibt es keine einzelne Festivalhauptstadt: Hamburg, Berlin, München und das Rheinland haben jeweils ihre eigene Szene, und einige der berühmtesten Veranstaltungen finden in Dörfern statt, die die meisten Deutschen auf der Karte kaum finden würden.
Das Oktoberfest, von den Münchnern kurz Wiesn genannt, ist das Volksfest, von dem die ganze Welt gehört hat. Gut zwei Wochen lang füllt sich die Theresienwiese mit Bierzelten, Fahrgeschäften und Besuchern in Dirndl und Lederhosen, und die ganze Stadt gerät in Feierlaune. Es beginnt, wenn der Oberbürgermeister das erste Fass anzapft, und endet in den ersten Oktobertagen.
Musik ist das Herz jedes Zelts. Tagsüber spielen Blaskapellen bayerische Klassiker und Märsche; am Abend wechseln dieselben Bühnen zu Partybands, die das ganze Zelt auf die Bänke bringen. Die Zelte gehören Münchner Brauereien und alteingesessenen Wirten, jedes mit eigenem Charakter, und draußen läuft der Rummel bis spät in die Nacht.
Tipp: Kommen Sie an einem Wochentag am Vormittag, dann finden Sie auch ohne Reservierung einen Platz; die Bands in den Zelten werden von den Wirten gebucht, nicht von der Stadt.
Rock am Ring ist der Klassiker unter den deutschen Rockfestivals. Es findet am Nürburgring in der Eifel statt und bringt drei Tage Rock, Metal, Punk und Alternative an einen Ort, den man sonst vor allem mit Motorsport verbindet. Sein Ruf gründet auf Jahrzehnten großer Headliner-Shows und auf einem Publikum, das bei jedem Wetter kommt – und das kann in der Eifel stündlich umschlagen.
Die Bühnen stehen auf und rund um die Rennstrecke, die Campingflächen verteilen sich über die umliegenden Hänge. Das Programm teilt sich das Festival mit seinem Zwilling Rock im Park in Nürnberg, der am selben Wochenende läuft, sodass die meisten Bands auf beiden spielen. Zu erwarten sind große internationale Rock- und Metal-Acts neben deutschsprachigen Bands und ein paar Überraschungen aus Hip-Hop und elektronischer Musik.
Tipp: Buchen Sie das Camping gleich mit dem Ticket, reisen Sie einen Tag vor den ersten Bands an, um einen guten Stellplatz zu sichern, und packen Sie Gummistiefel und Sonnencreme in dieselbe Tasche.
Das Wacken Open Air hat ein kleines Bauerndorf nördlich von Hamburg zur spirituellen Heimat des Heavy Metal gemacht. Für ein paar Tage im Sommer werden die Felder rund um Wacken zu einer eigenen Metal-Stadt: Fans aus aller Welt reisen an, campen im Schlamm oder im Staub und begrüßen sich mit demselben Gruß, der Pommesgabel. Sein Ruhm verdankt sich dieser Gemeinschaft ebenso sehr wie der Musik.
Mehrere Open-Air-Bühnen decken jede Spielart des Metal ab, von klassischem Heavy und Thrash bis zu Black, Folk und Symphonic Metal, dazu ein Mittelalterbereich und reichlich Biergärten für die Stunden dazwischen. Die Dorfbewohner sind bekanntermaßen Teil des Ereignisses, und das Festival gilt angesichts der Lautstärke als erstaunlich friedlich.
Tipp: Die Tickets sind in der Regel lange vor dem Sommer ausverkauft; Bands ohne Plattenvertrag können sich über das Wacken Metal Battle um einen Auftritt bewerben, dessen Vorrunden in vielen Ländern stattfinden.
Das Hurricane ist das große norddeutsche Open Air für alle, die ihr Line-up gemischt mögen: Indie- und Rock-Headliner, Pop, Hip-Hop und ein starker elektronischer Strang. Drei Tage im Juni übernimmt es den Eichenring, eine Speedway-Bahn vor dem Dorf Scheeßel zwischen Bremen und Hamburg. Die Stimmung ist entspannt und jung, und das Wochenende dreht sich ebenso sehr um den Campingplatz wie um die Bühnen.
Sein südlicher Zwilling, das Southside in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg, läuft am selben Wochenende mit weitgehend demselben Programm. Das Hurricane-Gelände ist flach, grün und übersichtlich, die Bühnen sind rund um das Oval angeordnet, die Campingwiesen liegen direkt daneben. Die Acts reichen von Headlinern auf Arena-Niveau bis zu Newcomern auf den kleineren Bühnen.
Tipp: Scheeßel hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Bremen–Hamburg, nur wenige Gehminuten vom Gelände entfernt – am Festivalwochenende ist die Bahn dem Auto deshalb klar überlegen.
Parookaville ist Deutschlands Antwort auf die großen Dance-Festivals jenseits der niederländischen Grenze. Jedes Jahr im Juli entsteht es auf dem Gelände des Flughafens Weeze am Niederrhein und wird als fiktive Stadt inszeniert, mit eigenem Bürgermeister, Straßen und Vierteln – die Besucher sind ihre Bürger. Die Produktion ist aufwendig, die Bühnen sind riesig, und die Musik reicht von Mainstream-EDM über House und Techno bis Hardstyle.
Das Flugfeld bietet den Veranstaltern eine leere Leinwand, und sie nutzen sie: Themenbühnen, ein Campingplatz, der für sich genommen ein Festival ist, und ein Maß an Dekoration, das man bei deutschen Veranstaltungen selten sieht. Internationale DJs stehen als Headliner auf dem Plakat, doch die kleineren Bühnen geben aufstrebenden deutschen und niederländischen Namen Raum, und das Publikum ist so international wie der Flughafen.
Tipp: Weeze liegt direkt an der niederländischen Grenze, näher an Nijmegen und Venlo als an den meisten deutschen Städten – aus den Niederlanden ist die Anreise deshalb besonders kurz.
Die Fusion ist das Festival, über das Deutsche mit gesenkter Stimme sprechen. Auf einem ehemaligen Militärflugplatz bei Lärz in der Mecklenburgischen Seenplatte verbindet sie elektronische Musik mit Theater, Performance, Kino und Kunst in Hangars und auf offenem Feld – ohne Sponsoren, ohne Werbung, ohne Markenbühnen. Ihre eigene Beschreibung, vier Tage Ferienkommunismus, trifft den Geist: informell, selbstorganisiert und mit nichts anderem vergleichbar.
Das Gelände wird vom Kollektiv Kulturkosmos betrieben, und das Ganze fühlt sich eher wie ein Dorf auf Zeit an als wie eine kommerzielle Veranstaltung. Bühnen verstecken sich in Bunkern, Flugzeughallen und auf Waldlichtungen, das Programm neigt zu Techno, House, Drum and Bass und Live-Elektronik, und Theater- und Zirkuskompanien stehen gleichberechtigt daneben.
Tipp: Die Tickets werden in der Regel verlost statt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt“ verkauft – registrieren Sie sich also früh und rechnen Sie damit, dass vorab kaum oder gar kein Line-up bekannt gegeben wird.
Das Reeperbahn Festival ist das Showcase-Event der deutschen Musikbranche und eines der nützlichsten Festivals in Europa für alle, die entdeckt werden wollen. An vier Tagen im September finden in den Clubs, Theatern, Kirchen und Bars von St. Pauli Hunderte kurzer Konzerte aufstrebender Künstler statt, während sich die Branche tagsüber zur Konferenz trifft. Für das Publikum ist es eine riesige Clubtour mit Festivalbändchen.
Schauplatz ist die Reeperbahn selbst, Hamburgs berühmte Vergnügungsmeile, mit Spielstätten von winzigen Kellerclubs bis zu den großen Hallen entlang der Straße. Das Programm umfasst Indie, Pop, Elektronik, Hip-Hop und Singer-Songwriter aus ganz Europa und darüber hinaus, und der Anchor Award des Festivals hat sich zum anerkannten Sprungbrett für neue Acts mit internationaler Perspektive entwickelt.
Tipp: Künstler bewerben sich über das Bewerbungsfenster des Festivals um einen Showcase-Slot; es öffnet in der Regel im Winter vor dem Festival.
Die Bayreuther Festspiele sind einem einzigen Komponisten gewidmet. Richard Wagner ließ das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel über Bayreuth bauen, um seine eigenen Opern aufzuführen, und die Sommersaison dort ist bis heute Wagner und sonst nichts. Der Ort, der verdeckte Orchestergraben und die berühmte Akustik ziehen ein Publikum aus aller Welt an, und Karten sind seit Generationen schwer zu bekommen.
Die Vorstellungen beginnen am späten Nachmittag und ziehen sich bis in den Abend, mit langen Pausen auf den Terrassen und Wiesen des Hügels. Es ist ein förmlicher, konzentrierter Anlass: kein Rahmenprogramm, keine Nebenbühnen, nur vollständige Inszenierungen der großen Wagner-Opern, gesungen von führenden Solisten und gespielt von einem eigens für den Sommer zusammengestellten Festspielorchester.
Tipp: Bewerben Sie sich rechtzeitig über den Online-Kartenverkauf der Festspiele um Karten, und kleiden Sie sich für einen langen Abend: Die Pausen dauern jeweils eine Stunde.
Der Karneval der Kulturen ist Berlins Feier seiner eigenen Vielfalt. Jedes Pfingstwochenende füllen sich die Straßen von Kreuzberg mit einem viertägigen Straßenfest und am Sonntag mit einem Umzug aus Wagen, Tanzgruppen, Trommlern und kostümierten Kollektiven, die Communitys aus allen Teilen der Welt vertreten. Er ist laut, bunt und kostenlos zu sehen – und gehört dem Kiez ebenso wie der Stadt.
Rund um den Blücherplatz bespielt das Straßenfest Bühnen mit Weltmusik, Folk, Hip-Hop und Tanz, dazu Essensstände und Marktstände aus vielen Ländern. Der Umzug selbst ist das Herz der Veranstaltung: Sambaschulen, karibische und afrikanische Gruppen, Balkan-Brass, asiatische Tanzensembles und Berlins eigene Clubs und Kollektive, jede Gruppe mit eigener Anlage.
Tipp: Tanzgruppen, Trommelensembles und Straßenkünstler nehmen teil, indem sie sich Monate vorher bei den Veranstaltern anmelden – bei diesem Festival macht man also mit, statt gebucht zu werden.
Elbjazz bringt den Jazz in den Arbeitshafen von Hamburg. Zwei Tage lang zu Beginn des Sommers stehen Bühnen zwischen den Kränen und Trockendocks der Werft Blohm+Voss, in der Elbphilharmonie und in Spielstätten entlang des Wassers, und das Publikum wechselt mit der Fähre zwischen ihnen. Die Mischung aus Industriekulisse, Flusslicht und Musik ist es, die im Gedächtnis bleibt – auch bei Menschen, die sich selbst nicht als Jazzfans bezeichnen würden.
Das Programm ist breit: zeitgenössischer Jazz, Soul, Funk, elektronischer Crossover und gelegentlich ein Popname, mit deutschen und skandinavischen Musikern neben internationalen Headlinern. Die Konzerte laufen vom Nachmittag bis in die Nacht, und die Hauptbühne auf der Werft fängt den Sonnenuntergang über der Elbe ein. Es ist ein Stadtfestival ohne Camping und eignet sich deshalb gut für einen Wochenendtrip nach Hamburg.
Tipp: Nehmen Sie auch im Juni eine winddichte Jacke mit und planen Sie Zeit für die Fähren zwischen den Spielstätten ein – sie sind Teil des Erlebnisses, keine Abkürzung.
Festivalbuchungen laufen in Deutschland über mehrere Türen gleichzeitig. Die großen Open Airs arbeiten mit nationalen Veranstaltern und Agenturen, und die Line-ups stehen viele Monate im Voraus fest. Showcase-Events wie das Reeperbahn Festival und Wettbewerbe wie das Wacken Metal Battle sind die klassischen Wege für Bands ohne Plattenvertrag, während Stadtfeste, Volksfeste und städtische Festivals regionale Acts direkt buchen – oft auch kurzfristig. Ein EuroActs-Profil mit Video, Preisen und Verfügbarkeit hilft diesen Veranstaltern, DJs, Bands und Acts in ihrer eigenen Sprache zu finden.
Wer ein kleineres Festival, ein Stadtfest oder ein Firmensommerfest organisiert, braucht keine Agentur, um eine Bühne zu füllen. Jeder Act auf EuroActs lässt sich direkt kontaktieren, ohne Provision auf die Buchung, und das Profil zeigt genau, was der Künstler anbietet, wohin er reist und – sofern angegeben – ab welchem Preis. So lässt sich eine Blaskapelle fürs Bierzelt ganz einfach mit einem DJ für die Aftershow-Party vergleichen.
Das hängt davon ab, was man als Festival zählt. Als Volksfest gilt das Münchner Oktoberfest allgemein als die größte Veranstaltung des Landes. Unter den Musikfestivals werden Rock am Ring, Wacken Open Air, Hurricane und Parookaville am häufigsten als die größten genannt, jedes in seinem Genre. Besucherzahlen schwanken von Jahr zu Jahr, deshalb nennt dieser Guide keine.
Die Hauptsaison der Open Airs läuft von Anfang Juni bis Mitte August, wenn Rock am Ring, Hurricane, Fusion, Parookaville und Wacken stattfinden. Mai und September gehören den Städten: der Karneval der Kulturen an Pfingsten, Elbjazz zu Beginn des Sommers, dann das Reeperbahn Festival und das Oktoberfest im September. Der Winter ist ruhig, abgesehen von Indoor-Festivals und Weihnachtsmärkten.
Parookaville in Weeze ist das große Mainstream-Dance-Festival mit EDM, House, Techno und Hardstyle auf aufwendig gestalteten Bühnen. Die Fusion bei Lärz ist die Alternative: Techno, House und Live-Elektronik auf einem ehemaligen Flugplatz, ohne Sponsoren. Darüber hinaus sind Berlins Clubszene, die Time Warp in Mannheim und die Elektronik-Bühnen von Hurricane und Southside die üblichen nächsten Stationen.
Bei den großen Open Airs auf dem Land wie Rock am Ring, Wacken, Hurricane, Parookaville und Fusion gehört das Camping zum Erlebnis, und die meisten Besucher bleiben auf dem Gelände – wer lieber ein Bett hat, findet in den umliegenden Orten Hotels und Pensionen. Stadtfestivals wie das Reeperbahn Festival, Elbjazz, der Karneval der Kulturen, Bayreuth und das Oktoberfest haben gar kein Camping; buchen Sie Ihre Unterkunft also früh.
Die direktesten Wege sind Showcase-Festivals wie das Reeperbahn Festival, Bandwettbewerbe wie das Wacken Metal Battle und die regionalen Veranstalter, die Nebenbühnen und Stadtfestivals buchen. Außerdem gibt es in Deutschland jeden Sommer sehr viele Stadtfeste, Volksfeste und Firmenevents, die Acts direkt buchen. Ein vollständiges Profil auf EuroActs, mit Video und Preisen, macht es diesen Veranstaltern leichter, einen Act zu finden und zu kontaktieren.
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